Der WSV Oberwarmensteinach zieht positives Fazit

Exakt 200 Fahrer konnte Franzi Genser zur 2.Auflage des SiLi-Fichtelgebirgs-Mountainbike-Marathons in Warmensteinach begrüßen. Trotz des widrigen Wetters zu Beginn des Rennens, machten sich 70 Starter auf, die 25 km-Strecke und 650 Höhenmeter bzw. 130 Starter auf, die 50 km-Strecke und 1150 Höhenmeter zu bewältigen. Unter den Teilnehmern auch der Geschäftsführende Gesellschafter des Namenssponsors, Stefan Trassl und der 1. Vorsitzende des Wintersportvereins Oberwarmensteinach, Thomas Reichenberger, die beide die 50 km in Angriff nahmen. Die von Streckenchef Peter Genser und seinem Helferteam gut austrassierten und abgesicherten Runden, führten die Teilnehmer auf, auch durch den Starkregen zu Beginn, konditionell und technisch anspruchsvollen Waldwegen und Singletrails rund und über den Kreuzstein, der mit 838 MüM höchsten Erhebung in diesem ausgedehnten Waldgebiet. Nach dem Start am Ortsausgang von Warmensteinach ging es auf der Staatsstraße zuerst einmal nach Oberwarmensteinach und dann über den ersten kräftezehrenden Anstieg hoch zum Wagenthal. Der zweite kräfteraubende, für die Betreuer und Zuschauer aber spektakuläre Uphill führte die Fahrer über die Lifttrasse der Klausenlifte in Mehlmeisel hoch zum Bayreuther Haus. Während die Teilnehmer der 25 km-Strecke, von Königskron herkommend, bereits den 5 km langen Singletrail-Downhill vom Kreuzstein (838 MüM) hinunter bis nach Warmensteinach (565 MüM) ins Ziel in Angriff nehmen konnten, mussten die Fahrer der 50 km-Strecke erst noch den 5 km langen, anfangs 21% steilen Anstieg von Muckenreuth hoch zum höchsten Punkt der Strecke bewältigen. Trotz der Strapazen und gezeichnet von den anfangs widrigen Wetterverhältnissen, die den Kurs aufweichten und rutschig machten, sah man fast nur glückliche Gesichter bei den Finishern, die sich zudem durchwegs positiv über die Organisation und die Streckenführung äußerten. Wenn auch die Veranstalter in erster Linie die Breitensportler mit diesem Marathon ansprechen wollten, so muss man feststellen, dass besonders bei den Herren auch durchwegs Spitzenfahrer die Herausforderung Marathon in Warmensteinach gesucht haben. Dass es nicht mehr waren ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass einige bekannte Marathonspezialisten der Region bei der am vergangenen Wochenende endenden Transalp oder bei der am Wochenende stattfindenden Deutschen Mountainbike Crosscountry-Meisterschaft teilgenommen haben.

Die Zeitschnellsten auf der 25 km-Strecke waren Andreas Schrödl (Wilier/Force Germany) in 57:35.1, vor Marcel Stein (Team Stein-Bikes/ RL Schloßbike Greiz) in 58:05.6 und Thomas Peschke (Team Stein-Bikes/ RL Schloßbike Greiz) in 59:42.6. Marco Holzschuher (29er-Racingteam/ BSB Bayreuth) fuhr mit 1:01:39.4 die 5.beste Zeit und siegte in seiner Altersklasse. Ebenso siegte in seiner Altersklasse Marius Thorandt (Team Icehouse) in 1:04:50.2. Bei den Damen siegte Linda Rotter (FC Wüstenselbitz) in 1:15:58.6, vor Barbara Freitag (Team Icehouse) in 1:16:25.3 und Eva Wagner (RVC Trieb) in 1:17:42.7. Bei den Herren auf der 50 km-Strecke ging der Sieg wie im Vorjahr an Tom Ettlich (Kreidler Werksteam/BSB Bayreuth) in 1:55:55.4. 2. Wurde Uli Schmittlutz (M-Wave Pro Team/ RVC Trieb) in 1:56:24.8, vor Dominik Thiel (29er Racing-Team/ BSB Bayreuth) in 1:59:04.1, gefolgt von Julian Biedermann (29er Racing-Team/ BSB Bayreuth) in 1:59:16.5 und Thomas Weschta (Wilier/ Force Germany / BSB Bayreuth) in 1:59:25.7. Bei den Damen siegte unangefochten mit fast einer halben Stunde Vorsprung die bekannte Triathletin Rebecca Robisch aus Roth in 2:15:24.8.

Thomas Reichenberger wurde in 2:19:55 3. in der Herrenklasse II, Stefan Trassl belegte in der gleichen Klasse in 2:38:01 den 11.Platz. Martin Hertig fuhr auf der 25 km-Strecke in 1:19:54 auf Gesamtrang 29 und wurde damit 10. In seiner Altersklasse.